Jhumpa Lahiri

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Jhumpa Lahiri Vourvoulias (* Juli 1967 in London) ist eine US-amerikanische Autorin indischer Abstammung. Viele ihrer Kurzgeschichten haben Leben und Probleme von Indo-Amerikanern, insbesondere Bengalen, zum Thema. 2000 wurde sie mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Sie wurde als Tochter bengalischer Eltern mit dem bürgerlichen Namen Nilanjana Sudeshna Lahiri in England geboren, mit Kosenamen nannten sie sie Jhumpa. Sie wuchs in South Kingstown, Rhode Island auf. 1989 graduierte sie mit B. A. in Englischer Literatur am Barnard College; an der Boston University erlangte sie danach M. A.s in Englisch, Kreativem Schreiben und Literaturvergleichung sowie einen Ph. D. in Renaissancestudien. An der Boston University und an der Rhode Island School of Design lehrte sie auch Kreatives Schreiben. Von 1997 bis 1998 hatte sie Fellowstatus am Provincetown's Fine Arts Work Center.

1999 wurde ihr Debüt Melancholie der Ankunft (Interpreter of Maladies) veröffentlicht. Die Sammlung von neun Kurzgeschichten beschäftigt sich Eheproblemen, Fehlgeburt und der Entfremdung zwischen indischen Einwanderern in den USA der ersten und zweiten Generation. Die Geschichten spielen im Nordosten der Vereinigten Staaten und in Indien, insbesondere Kolkata. Das Buch gewann im Jahre 2000 den Pulitzer-Preis der Kategorie Roman (Fiction).

Ihr fünftes Buch, gleichzeitig ihr erster Roman, war The Namesake. Es erschien 2003 und handelt von der fiktionalen Familie Ganguli. Die Eltern stammen beide aus Kolkata und wanderten als junge Erwachsene in die USA ein. Ihre Kinder Gogol und Sonia wuchsen in den USA auf. Die aus dem kulturellen Konflikt zwischen Eltern und Kindern erwachsenden Spannungen sind Thema des Buches. Im Jahre 2007 erschien die Verfilmung des Buchs von Mira Nair mit Kal Penn, Tabu und Irfan Khan in den Hauptrollen. Lahiri hat einen Cameo-Auftritt im Film.

2001 heiratete sie den Journalisten Alberto Vourvoulias-Bush. Sie haben zwei Kinder und wohnen in Brooklyn. Seit 2005 ist Jhumpa Lahiri Vizepräsidentin des PEN American Center.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • 1993: TransAtlantic Award der Henfield Foundation
  • 1999: O. Henry Award für die Kurzgeschichte Interpreter of Maladies
  • 1999: PEN/Hemingway Award (Best Fiction Debut of the Year) für Interpreter of Maladies
  • 2000: Addison Metcalf Award der American Academy of Arts and Letters
  • 2000: The New Yorker's Best Debut of the Year für Interpreter of Maladies
  • 2000: Pulitzer Prize for Fiction für Interpreter of Maladies
  • 2000: James Beard Foundation's M.F.K. Fisher Distinguished Writing Award für Indian Takeout im Food & Wine Magazine
  • 2002: Guggenheim Fellowship

[Bearbeiten] Bibliographie

  • 1999: Melancholie der Ankunft (Interpreter of Maladies)
  • 2001: Nobody's Business (11 March 2001, The New Yorker) ("The Best American Short Stories 2002")
  • 2003: The Namesake
  • 2004: Hell-Heaven (24 May 2004, The New Yorker) - Volltext
  • 2006: Once In A Lifetime (1 May 2006, The New Yorker) - Volltext
  • 2008: Unaccustomed Earth[1]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1]

[Bearbeiten] Weblinks